4.6
Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere)
Keine bekannt.
4.7
Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode
Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.
4.8
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen
Keine bekannt.
4.9
Dosierung und Art der Anwendung
Grosstiere:
Ovarialzysten: 12–20 ml (300–500 mg) intramuskulär, evtl. Wiederholung nach 5 Tagen.
Drohender Abort: 20 ml (500 mg) intramuskulär, Wiederholung nach 3 Tagen.
Mittlere und kleine Tiere: 1–2 mg/kg.
4.10
Überdosierung (Symptome, Notfallmassnahmen, Gegenmittel), falls erforderlich
Keine Angaben.
4.11
Wartezeit(en)
Essbare Gewebe: 7 Tage.
Milch: Keine.
5.
PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
Pharmakotherapeutische Gruppe: Urogenitalsystem und Geschlechtshormone
ATCvet-Code: QG03DA04
5.1
Pharmakodynamische Eigenschaften
Der gesprungene Follikel wandelt sich in das Corpus luteum und sekretiert dann das zweite
Keimdrüsenhormon, Progesteron. Es hat die Aufgabe, die Uterusschleimhaut von der
Proliferationsphase in die Sekretionsphase umzuwandeln und den Uterus für die Nidation des Eies
vorzubereiten. Als Antagonist des Follikulins hat es den Uterus während der Schwangerschaft ruhig
zu stellen, um das befruchtete Ei zu schützen. Progesteron bewirkt eine Blockade des Hypothalamus
(negativer feedback) und im Gefolge, nach dem Progesteronabfall, eine vermehrte Ausschüttung von
hypothalamischen und hypophysären Hormonen (Rebound-Phänomen). Dieser Effekt wird bei der
Behandlung von Zysten ausgenützt.
5.2
Angaben zur Pharmakokinetik
Keine Angaben.