Fachinformation Tierarzneimittel
Besondere Vorsichtsmassnahmen für den Anwender
Nicht zutreffend.
4.6
Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere)
Auch bei therapeutischer Dosierung kann es durch den Calciumgehalt zu einer transienten
Hypercalcämie kommen, die sich wie folgt zeigt:
- initiale Bradykardie
- Unruhe, Muskelzittern, Salivation
- Erhöhung der Atemfrequenz
Ein Anstieg der Herzfrequenz nach einer initialen Bradykardie ist als Zeichen für eine beginnende
Überdosierung zu werten. In diesem Fall ist die Infusion abzubrechen.
Verzögerte Nebenwirkungen können in Form von Störungen des Allgemeinbefindens und mit
Symptomen einer Hypercalcämie auch noch 6-10 Stunden nach der Infusion auftreten und dürfen
nicht als Rezidiv der Hypocalcämie fehldiagnostiziert werden.
Siehe auch unter „Überdosierung".
4.7
Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode
Kann in der Laktation angewandt werden.
4.8
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen
Durch Calcium werden die kardialen Wirkungen von β-Adrenergika und Methylxanthinen verstärkt.
Glukokortikoide erhöhen durch Vitamin D Antagonismus die renale Ausscheidung von Calcium.
4.9
Dosierung und Art der Anwendung
Den Korken mittels Einstechdorn des Infusionsbestecks durchbohren. 500 mL langsam intravenös
infundieren; in schweren Fällen Wiederholung. Eine Nachbehandlung darf frühestens nach 6 Stunden
vorgenommen werden.
4.10
Überdosierung (Symptome, Notfallmassnahmen, Gegenmittel), falls erforderlich
Bei zu schneller intravenöser Infusion oder Überdosierung kann es zu einer Hypercalcämie und/oder
Hypermagnesämie mit kardiotoxischen Erscheinungen wie initiale Bradykardie mit nachfolgender
Tachykardie, Herzrhythmusstörungen und in schweren Fällen ventrikulärem Herzflimmern mit
Herzstillstand kommen. Als weitere hypercalcämische Symptome sind zu beachten: motorische
Schwäche, Muskelzittern, gesteigerte Erregbarkeit, Unruhe, Schweißausbrüche, Polyurie,
Blutdruckabfall, Depression sowie Koma. Symptome einer Hypercalcämie können auch noch 6-10
Stunden nach der Infusion auftreten und dürfen aufgrund der Ähnlichkeit der Symptome nicht als
Rezidiv der Hypocalcämie fehldiagnostiziert werden. Beim Auftreten von Symptomen einer
Überdosierung ist die Behandlung sofort abzubrechen.
2 / 4