Fachinformation Tierarzneimittel
Während des Behandlungszeitraumes ist eine ausreichende Trinkwasserversorgung
sicherzustellen. Besondere Vorsicht ist bei Tieren mit Dehydratation, Hypovolämie und
Hypotension geboten, da in diesen Fällen das Risiko einer erhöhten Nierentoxizität besteht.
Kurz vor der Geburt verabreicht, kann Ketoprofen die Geburt hinauszögern und sollte deshalb zu
diesem Zeitpunkt nicht verwendet werden.
Da Magenulzera bei PMWS (Post-Weaning Multisystemic Wasting Syndrome) häufig vorkommen,
wird die Anwendung von Ketoprofen bei betroffenen Schweinen nicht empfohlen, um deren
Zustand nicht zu verschlimmern.
Die extravaskuläre Injektion bei Pferden ist zu vermeiden.
Nicht intraarteriell verabreichen.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwenderin / den Anwender
Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich eine Ärztin / ein Arzt zu Rate zu ziehen und die
Arzneimittelinformation vorzuzeigen. Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschlag, Urtikaria)
können auftreten. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Ketoprofen sollten den
Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Spritzer auf Haut oder Augen vermeiden. Bei versehentlichem Kontakt den betroffenen Bereich
sofort gründlich mit Wasser spülen. Falls die Reizung anhält, ist eine Ärztin / ein Arzt zu Rate zu
ziehen. Nach der Anwendung die Hände waschen.
4.6 Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere)
Aufgrund des Wirkmechanismus von Ketoprofen können nach wiederholter Anwendung erosive
und ulzerierende Läsionen des Magens auftreten. Falls solche Nebenwirkungen festgestellt
werden, ist die Behandlung sofort abzubrechen und eine Tierärztin / ein Tierarzt zu Rate zu
ziehen.
Nach intramuskulärer Injektion von Ketoprofen können gelegentlich leichte, vorübergehende,
subklinische nekrotische Muskelläsionen auftreten, die sich in den Tagen nach Abschluss der
Behandlung allmählich wieder zurückbilden. Durch eine Injektion in den Nackenbereich lassen sich
Ausmass und Schwere dieser Läsionen minimieren.
Beim Pferd können in Einzelfällen allergische Reaktionen auftreten.
In sehr seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Diese können sich
zu schwerwiegenden Zuständen (Anaphylaxie) entwickeln, welche lebensbedrohlich sein
können und symptomatisch behandelt werden müssen.
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermassen definiert:
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Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)
Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
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