allergische/anaphylaktische Ereignisse nach topischer oder aerosoler Verabreichung von
Polymyxin beschrieben.
Bei einer Allergie, die durch die Behandlung hervorgerufen wird, muss diese abgebrochen
werden und eine symptomatische Behandlung je nach Schweregrad z.B. mit Infusion
(Sauerstoff, Adrenalin, Antihistaminikum, Corticosteroid) eingeleitet werden.
4.5
Besondere Warnhinweise für die Anwendung
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung bei Tieren
Colistin übt eine konzentrationsabhängige Wirkung gegen Gram-negative Bakterien aus.
Aufgrund der geringen Resorption der Substanz werden nach einer oralen Verabreichung im
Gastrointestinaltrakt, d.h. in der Zielregion, hohe Konzentrationen erreicht. Diese Faktoren
deuten darauf hin, dass eine längere Behandlungszeit als unter 4.9 angegeben, welche zu
einer unnötigen Exposition führt, nicht empfohlen wird.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für den Anwender
Direkte Berührung mit Haut und Schleimhäuten vermeiden.
Während der Handhabung weder rauchen, essen noch trinken.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Polymyxinen sollten den Kontakt mit
dem Tierarzneimittel vermeiden.
4.6
Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere)
Bei neugeborenen Ferkeln sowie bei Tieren mit stark geschädigtem Magen-Darm-Trakt
können in seltenen Fällen Störungen der Nierenfunktion sowie neurotoxische Symptome wie
Ataxie oder Gleichgewichtsstörungen auftreten.
Falls Nebenwirkungen auftreten, insbesondere solche die in der Fachinformation Rubrik 4.6
nicht aufgeführt sind, melden Sie diese an vetvigilance@swissmedic.ch.
4.7
Nicht zutreffend.
4.8
Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere
Wechselwirkungen
Das gleichzeitige Verabreichen von zweiwertigen Kationen (wie Eisen, Kalzium,
Magnesium), ungesättigten Fettsäuren und Polyphosphaten ist möglichst zu vermeiden.
Nach oraler Anwendung von Colistin sind Wechselwirkungen mit Anästhetika und
Muskelrelaxantien im Einzelfall nicht auszuschliessen. Die Kombination mit Aminoglykosiden
und Levamisol sollte vermieden werden.