Fachinformation Tierarzneimittel
Studien an Ratten während der Laktation haben gezeigt, dass nach intramuskulärer Verabreichung
von Buprenorphin in der Muttermilch Konzentrationen von unverändertem Buprenorphin auftraten, die
genauso hoch oder höher als im Blutplasma waren. Da auch bei anderen Tierarten ein Übertritt von
Buprenorphin in die Muttermilch wahrscheinlich ist, wird die Anwendung während der Laktation nicht
empfohlen. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden
Tierarzt.
4.8
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen
Buprenorphin kann ein leichtes Schwindelgefühl verursachen, das durch zusätzliche zentral wirksame
Wirkstoffe einschliesslich Tranquilizern, Sedativa und Hypnotika verstärkt werden kann. Beim
Menschen gibt es Hinweise darauf, dass therapeutische Dosen von Buprenorphin die analgetische
Wirksamkeit von Standarddosen eines Opioidagonisten nicht mindern. Bei Anwendung von
Buprenorphin in normalen therapeutischen Dosen können daher, bevor die Wirkungen von
Buprenorphin abgeklungen sind, Opioidagonisten in Standarddosen verabreicht werden, ohne dass
die Analgesie beeinträchtigt wird. Es wird jedoch empfohlen, Buprenorphin nicht in Verbindung mit
Morphin oder anderen Opioidanalgetika wie z.B. Etorphin, Fentanyl, Pethidin, Methadon,
Papaveretum oder Butorphanol anzuwenden.
Buprenorphin kann zusammen mit Acepromazin, Alfaxalon, Atropin, Dexmedetomidin, Isofluran,
Ketamin, Medetomidin, Propofol, Sevofluran, Thiopental und Xylazin angewendet werden. In
Kombination mit Sedativa können senkende Wirkungen auf die Herzfrequenz und Atmung verstärkt
werden.
4.9
Dosierung und Art der Anwendung
HUND: Intramuskuläre, subkutane oder intravenöse Injektion zur postoperativen
Analgesie und Verstärkung der Sedation
KATZE: Intramuskuläre oder intravenöse Injektion zur postoperativen Analgesie
10 – 20 μg/kg (0,3 – 0,6 ml pro 10 kg)
Für weitere Schmerzausschaltung kann die Dosis bei Bedarf wiederholt werden:
HUND: entweder nach 3 - 4 Stunden mit 10 μg/kg, oder nach 5 – 6 Stunden mit
20 μg/kg
KATZE: einmalig, nach 1 - 2 Stunden mit 10 – 20 μg/kg
Während die sedativen Wirkungen bereits 15 Minuten nach der Verabreichung
auftreten, treten die analgetischen Wirkungen erst nach ca. 30 Minuten auf. Um
sicherzustellen, dass eine Analgesie während der Operation und sofort beim
Erwachen vorhanden ist, sollte das Arzneimittel vor der Operation als Teil der
Prämedikation verabreicht werden. Falls die Verabreichung zur Potenzierung der
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