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und Arteriolen. Amlodipin wirkt nur geringfügig auf den venösen Kreislauf. Dauer und Abklingen der
blutdrucksenkenden Wirkungen sind dosisabhängig.
Obwohl Amlodipin eine grössere Affinität für vaskuläre L-Typ-Calciumkanäle aufweist, kann es auch
auf die entsprechenden Kanäle im Herzmuskel sowie im Sinus- und AV-Knoten wirken. In vitro
wurden bei isolierten Meerschweinchenherzen eine Senkung der Herzfrequenz und eine negative
inotrope Wirkung auf das Herz beobachtet. In einer 26-wöchigen Studie zur Unbedenklichkeit bei
Katzen zeigte Amlodipin bei einer oral verabreichten Dosis von 0,25 bis 1,25 mg/kg keine Wirkung auf
die Herzfrequenz, und es wurden keine Abweichungen im Elektrokardiogramm (EKG) festgestellt.
Die Bindung von Amlodipin an L-Typ-Calciumkanäle erfolgt langsam, wodurch vermieden wird, dass
es zu einem schnellen Blutdruckabfall mit nachfolgender Reflextachykardie durch Aktivierung von
Barorezeptoren kommt. Bei hypertensiven Katzen senkte die einmal tägliche Behandlung mit
Amlodipin den Blutdruck deutlich. Da die Wirkung von Amlodipin nur langsam einsetzt, werden akute
Hypotonie und Reflextachykardie in der Regel nicht beobachtet.
In vitro Daten zeigen, dass Amlodipin die Funktion von Endothelzellen verbessert, indem es die
Bildung von Stickstoffmonoxid anregt und eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung
entfaltet. Das ist beim Menschen wichtig, bei dem Hypertonie, koronare Herzkrankheiten und
Diabetes, bei denen Amlodipin eingesetzt wird, von einer endothelialen Dysfunktion begleitet werden.
Diese Zusammenhänge wurden bei der Hypertonie bei Katzen bisher nicht untersucht.
Die Nieren sind neben dem Herzen, den Augen und dem ZNS ein wichtiges Zielorgan der Hypertonie.
Sie erhalten 20 bis 25 % der Herzleistung und verfügen über ein unter hohem Druck stehendes erstes
Kapillarbett (das glomeruläre Kapillarbett), wodurch die Bildung des Glomerulumfiltrats erleichtert
wird. Es wird vermutet, dass Calciumkanalblocker wie Amlodipin vorzugsweise die afferente Arteriole
anstelle der efferenten Arteriole erweitert. Dies erhöht den intraglomerulären Druck, was zwar die
glomeruläre Filtration erhöht, aber auch potentiell nierenschädlich ist. Da ACE-Hemmer vorzugsweise
die efferente Arteriole erweitern, senken sie den intraglomerulären Druck und vermindern häufig das
Ausmass der Proteinurie. Aus diesem Grund kann eine Kombination aus einem ACE-Hemmer und
einem Calciumkanalblocker bei hypertensiven Katzen mit Proteinurie besonders nützlich sein.
In einer klinischen Studie wurde eine für die Praxis repräsentative Stichprobe privat gehaltener
Katzen mit persistierender Hypertonie (systolischer Blutdruck [SBP] > 165 mmHg) auf eine einmal
tägliche Behandlung mit Amlodipin (Anfangsdosis 0,125 - 0,25 mg/kg, die bei unzureichendem
Ansprechen nach 14 Tagen auf 0,25 bzw. 0,50 mg/kg gesteigert wurde) oder Placebo randomisiert.
Der SBP wurde nach 28 Tagen gemessen und die Behandlung als erfolgreich eingestuft, wenn der
SBP um mindestens 15 % gegenüber dem Ausgangswert oder auf unter 150 mmHg gesenkt wurde.
Bei 25 von 40 (62,5 %) der mit Amlodipin behandelten Katzen war die Therapie erfolgreich,
verglichen mit 6 von 34 (17,6 %) der Katzen, die Placebo erhalten hatten. Die Wahrscheinlichkeit
für einen Behandlungserfolg bei mit Amlodipin behandelten Tieren ist ungefähr achtmal größer
als bei mit Placebo behandelten Katzen (Odds-Ratio 7,94; 95 % Konfidenzintervall 2,62 - 24,09).
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