Fachinformation Tierarzneimittel
Vorsicht bei Neigung zu epileptischen Anfällen, Schädelhirntraumata, bei Nieren- und
Leberfunktionsstörungen, bei nicht oder ungenügend behandelter Hyperthyreose (v.a. bei Katzen)
sowie bei Glaukom und perforierenden Augenverletzungen.
Vorsicht bei Herzpatienten mit möglicher Myokardischämie (insbesondere bei ausgeprägter
Hypertrophie bei hypertropher Kardiomyopathie) und Vorliegen von Tachyarrhythmien.
Bei Eingriffen an Pharynx, Larynx oder Bronchien kann eine Intubation und künstliche Beatmung
erforderlich sein.
Achtung: Gefahr eines Laryngospasmus.
Da die Augen während der Ketaminwirkung bei Hunden und Katzen geöffnet bleiben, soll als
Vorsorge gegen die Austrocknung eine geeignete Augensalbe verwendet werden.
Die Aufwachphase soll in ruhiger und warmer Umgebung erfolgen.
Weitere Angaben siehe Rubrik 4.9 Dosierung und Art der Anwendung.
4.5
Besondere Warnhinweise für die Anwendung
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung bei Tieren
Ketanarkon 100 ist ein stark wirkendes Anästhetikum, das nach den Regeln der Anästhesie zu
verabreichen ist. Die bei den verschiedenen Tierarten unterschiedlichen Vorsichtsmassnahmen sind
zu befolgen. Wie bei allen potenten Anästhetika muss immer bei absoluter und relativer
Überdosierung mit einem Atemstillstand gerechnet werden.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwenderin / den Anwender
Eine versehentliche Selbstinjektion ist zu vermeiden.
Kontakt mit der Haut und den Augen vermeiden. Eventuelle Spritzer sofort mit reichlich Wasser von
der Haut und den Augen abwaschen.
Bei versehentlicher Selbstinjektion oder wenn nach Kontakt mit den Augen/dem Mund Symptome
auftreten, ist unverzüglich eine Ärztin / ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das
Etikett vorzuzeigen. NICHT AN DAS STEUER EINES FAHRZEUGS SETZEN!
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Ketamin oder einem der sonstigen
Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Fetotoxische Wirkungen können nicht ausgeschlossen werden. Schwangere Frauen sollten den
Umgang mit dem Produkt möglichst vermeiden.
4.6
Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere)
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Dosisabhängige Atemdepression, die insbesondere bei der Katze zu Atemstillstand führen
kann
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Erhöhter Skelettmuskeltonus
Tachykardie, Blutdrucksteigerung bei gleichzeitig erhöhter Blutungsneigung
Offene Augen, Nystagmus, Mydriasis
Erhöhte Sensibilität auf akustische Stimuli
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